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Bongossi PDF Drucken E-Mail

Bongossi, Azobe

Technisches Merkblatt

Botanische Bezeichnung: Lophira alata (syn.: L. procera)
Familie der Ochnaceen
Verbreitung: Tropisches Westafrika, Guineaküste
Weitere wichtige Handelsnamen: Azobe (Elfenbeinküste),
Ekki (Nigeria)
Stammform: Überwiegend zylindrisch, teils mit leichten Krümmungen. Große Bäume bis 45,00 m Höhe mit Durchmessern von bis zu 120 cm; astfreie Längen von 15,00 - 20,00 m.
Farbe und Struktur des Holzes: Splint 3 - 5 cm breit, grau bis blaß braun; Kernholz rotbraun mit leichter violetter Tönung, später schokoladenbraun nachdunkelnd und ungeschützt im Freien oberflächlich vergrauend. Trockene Hölzer ohne Geruch.
Gesamtcharakter: Sehr dunkles Holz mit deutlicher Porung auf hornig glattem Untergrund.

Eigenschaften:  
Gewicht ungetrocknet: 1200 - 1300 kg / m³
darrtrocken: ca. 1,0 g / cm³
Druckfestigkeit (lufttrocken): ca. 950 kp / cm²
Biegefestigkeit lufttrocken: ca. 1700 kp / cm²
Bearbeitbarkeit: Bongossi ist ein sehr schweres und hartes Holz mit entsprechenden Fes-tigkeitseigenschaften, die in etwa im Bereich von Massaranduba, Greenheart und ähnlich schweren Hölzern liegen. Die Bearbeitung mit Hand- und Maschinenwerkzeugen ist wegen der großen Härte und des ausgeprägten Wechseldrehwuchses deutlich erschwert.
Trocknung: Holz mit hohen Quell- und Schwindwerten, noch befriedigendes Stehvermögen, träge in der Feuchteaufnahme und -abgabe. Das Holz trocknet sehr langsam und neigt zu Verziehen und Rissbildung.
Natürliche Dauerhaftigkeit: Die Resistenz gegen holzverfärbende und holzzerstörende Pilze und Insekten ist in der Vorkernzone befriedigend, im Kern sehr gut bis gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 3 bzw. 1 - 2 nach DIN EN 320-2), mäßig widerstandsfähig gegen Schädlinge im Meerwasser (Klasse M nach DIN EN 350-2); säureresistent. Azobe (Bongossi) zählt, auch im trockenen Zustand, zu den Arten mit langer Widerstandsfähigkeit gegen Feuer.
Verwendung: Als Konstruktionsholz für starke Beanspruchungen im Außenbau, an das keine hohen Ansprüche bezüglich Maßhaltigkeit gestellt werden, z.B. im Hafenbau, für Brücken, Schwimmstege, Wasserbau (Meer- und Brackwasser), Kühltturmbau, Kläranlagen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen; gut geeignet als Werkholz für schwere Geräte mit hoher Druck- oder Biegebeanspruchung sowie für Fußböden in Industrieanlagen.
Austausch: Geeignet im Austausch für andere Außenbauhölzer ähnlicher Rohdichte und Dauerhaftigkeit wie z.B. Massaranduba, Balau/Bangkirai, Greenheart, Okan, Mukulungu, Moabi, u.a.

Quellen:
Anonymos (1939); Holzeigenschaftstafel Bongossi, Holz als Roh- und Werkstoff 1,1;45-46
C.T.F.T (1954); Monographie de Azobé (Lophira procere A, Chev.) 79 pp
C.T.F.T (1976) Azobe Revue Bois et Forets No. 170;35-50
Gottwald, H. (1958); Handelshölzer. F. Holzmann Verlag, Hamburg
Schwab, E. (1990); Die Härte von Laubhölzern, Holz als Roh- und Werkstoff 48; 47-51
Heilig, P.M. (1961): Hout Vademecum. Kluwer Technische Boeken, Antwerpen
Gesamtverband Holzhandel e.V. Wiesbaden, Arbeitsgemeinschaft Holz e.V. Düsseldorf
 
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Fertigstellung:
Haus Georg - Wohngemeinschaft ...
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