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Bilinga PDF Drucken E-Mail

Bilinga

Technisches Merkblatt

Botanische Bezeichnung: Nauclea diderrichii (syn.: Saracocephalus diderrichi
Familie Rubiaceae
Verbreitung: Tropisches Westafrika, Elfenbeinküste bis Angola, östlich bis Uganda
Weitere wichtige Handelsnamen: Badi (Elfenbeinküste), Opepe (Nigeria), Kusia (Ghana)
Stammform: Zylindrisch, geradläufig und ohne ausgeprägte Wurzelanläufe; astfreie Längen bis 28 m und Durchmesser bis 1,3 m, meist aber um 0,8 m.
Farbe und Struktur des Holzes: Splint 3 bis 5 cm breit, gelblich grau bis hell orange. Kernholz oft nur undeutlich abgesetzt und gelblich, teil mit unregelmäßigen rosafarbenen Streifen, im gleichen Stamm oft unterschiedlich ausgeprägt; trockenes Holz am Licht hell goldbraun nachdunkelnd.
Gesamtcharakter: Deutlich poriges und überwiegend hellfarbiges Holz mit oft unregelmäßigem Faserverlauf, aber schlichtem Holzbild.

Eigenschaften:  
Gewicht ungetrocknet (Rundholz): ca. 1050 kg / m³
darrtrocken: ca. 0,74 g / cm³
Druckfestigkeit (lufttrocken): ca. 650 kp / cm²
Biegefestigkeit lufttrocken: ca.1070 kp / cm²
Bearbeitbarkeit: Bilinga ist ein schweres Holz mit Festigkeitseigenschaften, die denen von Eiche und Iroko überlegen sind und denen von Afzelia nahezu entsprechen. Es ist jedoch zu beachten, daß bei stark gedrehtem Faserverlauf die Bruchfestigkeit verringert ist - kurzer Bruch. Aufgrund er Härte sind für die Verarbeitung des trockenen Holzes stellitisierte Werkzeuge zu empfehlen, um glatte Kanten zu erhalten. Die Verleimung bereitet keine Schwierigkeiten, bei Verschraubungen und Nägeln ist vorzubohren.
Trocknung: Holz mit mittleren Quell- und Schwindwerten und einem befriedigenden Stehvermögen; zügig trocknende Riftbretter mit geringer, langsam trocknende fladergeschnittene Bretter dagegen mit meist starker Neigung zu Verformung und Rissbildung (überwiegend Oberflächen- und Endrisse). Stärkere Dimensionen (> 50 mm) erfordern eine vorsichtige Trocknungsführung.
Natürliche Dauerhaftigkeit: Die Resistenz des Kernholzes gegen holzverfärbende und holzzerstörende Pilze und Insekten ist sehr gut (entspricht Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach DIN EN 320-2), die gegen Termiten mäßig bis gut. Das Holz ist widerstandsfähig gegen Schädlinge im Meerwasser (Klasse M nach DIN EN 350-2).
Verwendung: Als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer mechanischer Beanspruchung und für Decks von Molen; für Brückenbau, Schwimmstege, Schwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen sowie für normal bis stark beanspruchte Fußböden.
Austausch: Konstruktiv für Azobe, Eiche, Iroko, Keruing und Movingui sowie als Sichtfurnier auf kleinen Flächen für Eiche.

Quellen:
A.T.B.T. (1980); Atlas des Bois Tropiques, Vol. 1 afrique, Association International Technique des Bois Tropicaux, Paris
C.T.F.T (1975) Bilinga, Revue Bois et Forets No 160:30-46
Farmer, R.H. (ed., 1972); Handbook of Hardwoods. BRE, Princess Risborough Laboratory
Gottwald, H. (1958); Handelshölzer. F. Holzmann Verlag, Hamburg
Schwab, E. (1990); Die Härte von Laubhölzern, Holz als Roh- und Werkstoff 48; 47-51
Gesamtverband Holzhandel e.V. Wiesbaden, Arbeitsgemeinschaft Holz e.V. Düsseldorf
 
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